Optimismus vor den Quartalsergebnissen

Prof. Dr. Bernd Meyer, Berenberg
Prof. Dr. Bernd Meyer / Bild: Berenberg
Die Ankündigung von Neuwahlen in Frankreich hat zuletzt zu einer erhöhten Volatilität in Europa geführt. Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar an Wert, die Renditedifferenz zwischen französischen und deutschen Anleihen weitete sich deutlich aus und französische Aktien, insbesondere Banken, gerieten stark unter Druck. Im Gegensatz dazu kletterte der S&P 500 von Allzeithoch zu Allzeithoch, beflügelt von guten Unternehmensergebnissen aus dem Technologiesektor und einer nachlassenden US-Inflation. Eine etwas falkenhaftere Fed, die in ihren Projektionen nur noch eine Zinssenkung in diesem Jahr erwartet, konnte der guten Stimmung in den USA nichts anhaben. Entsprechend relevant dürfte die in Kürze beginnende Q2-Berichtssaison sein. Anleger und Analysten scheinen optimistisch zu sein, was die Quartalsergebnisse angeht. Das ist an sich positiv, macht positive Überraschungen aber schwieriger. Wir sehen kurzfristig nur begrenztes Aufwärtspotenzial und mittelfristig eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Konsolidierung.

: Geldpolitisch spannend

  • Der S&P 500 zeigt sich unbeeindruckt von sämtlichen Risiken – ob Inflation, Fed, Konjunktur, Geopolitik oder die Neuwahlen in Frankreich. Angetrieben von wenigen großen Titeln hat der Leitindex seit mehr als 300 Handelstagen keinen Tagesverlust größer 2 Prozent erlitten.
  • Saisonal stehen zwar Anfang Juli noch die historisch besten zwei Wochen des Jahres bevor, allerdings bergen die hohen Gewinnerwartungen an die kommende Berichtssaison gepaart mit einer hohen Anlegerpositionierung das Risiko einer zumindest temporären Korrektur.

Ausgewählte Asset-Klassen aus dem Märkte-Monitor

  • Niedriger als erwartet ausgefallene Daten zur Verbraucher- und Erzeugerpreisinflation in den USA beflügelten die Hoffnungen der Anleger auf Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr und damit auch US-Aktien.
  • Nach dem starken Abschneiden der Rechtsparteien bei den Europawahlen und den vorgezogenen Neuwahlen zum französischen Parlament wertete der Euro gegenüber dem Dollar ab.
  • Die Industriemetalle litten in den letzten vier Wochen unter zunehmenden Wachstumssorgen.
  • Der anhaltende KI- und Technologietrend sowie überraschend niedrige Inflationsdaten in den USA stützten den S&P 500 in den letzten vier Wochen.
  • Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten in den letzten vier Wochen durchweg Verluste. Insbesondere französische Aktien kamen wegen der vorgezogenen Parlamentswahlen in Frankreich unter Druck.
  • Der Aktienindex der lateinamerikanischen Schwellenländer litt vor allem unter dem überraschenden Ausgang der Präsidentschaftswahlen in Mexiko.
  • Erneute Hoffnungen der Anleger auf Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr sowie die Abschwächung des Euro gegenüber dem Dollar stützten die Performance der US-Staatsanleihen in Euro gerechnet.
  • Lokalwährungsanleihen in Schwellenländern litten in den letzten vier Wochen unter der politischen Unsicherheit nach den Wahlen in Mexiko und Indien sowie dem starken US-Dollar.
Prof. Dr. Bernd Meyer ist Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management bei Berenberg
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Datum: 17.06.2024

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