5.300 Satelliten für digitale Landwirtschaft

Rahul Bhushan, ARK Invest Europe
Selbstfahrender Traktor 8R / Bild: John Deere
Die jüngst bekanntgegebene Partnerschaft zwischen dem Agrartechnologieunternehmen John Deere und dem Satellitennetzwerk Starlink könnte eine grundlegende Transformation der Landwirtschaft anstoßen. Denn dem 82.000 Mitarbeiter starken Unternehmen stehen damit die fast 5.300 im Orbit befindlichen Satelliten von SpaceX zur Verfügung, mit der die Konnektivität der von Deere angebotenen Dienste und Geräte per Satelliteninternet massiv gesteigert werden kann. Diese Kooperation ist bedeutsam für die fortschreitende Etablierung der Präzisionslandwirtschaft und der Nachhaltigkeit von Lebensmittelsystemen gleichermaßen.
Der Name John Deere ist in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch mit den grünen Traktoren und Mähdreschern verbunden, die das 1837 etablierte Unternehmen vertreibt. Tatsächlich entwickelt und vertreibt John Deere heute hochmoderne Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft, zu denen automatisierte Maschinen und Geräte, Werkzeuge für Präzisionslandwirtschaft und Lösungen für die Echtzeitüberwachung von Feldern gehören. Bis Ende des Jahrzehnts will das Unternehmen rund 10 Prozent seines Umsatzes durch Software as a Service (SaaS) erwirtschaften.
 
Die vor wenigen Tagen bekanntgegebene Partnerschaft von Deere mit dem von SpaceX betriebenen Satellitennetzwerk Starlink stellt einen bedeutenden Meilenstein für das Erreichen dieser Ziele und den Übergang der Landwirtschaft in das digitale Zeitalter dar. Denn durch die Partnerschaft sollen die zukunftsweisenden Lösungen des Agrartechnologieunternehmens vor allem in Hinblick auf umfassende Konnektivität bereichert werden.

Führungsrolle in der Modernisierung und Autonomisierung der Landwirtschaft

Die modernsten Traktoren und Landmaschinen von John Deere sind bereits zu weitreichender Autonomie fähig und können sich – so im Fall des 2022 vorgestellten Traktormodells 8R – völlig selbstständig auf dem Feld bewegen. Das Unternehmen ist auch mit der Nutzung von Satellitentechnologie vertraut und hat mit StarFire ein eigenes GPS-System entwickelt, das öffentlich verfügbare Satellitensignale nutzt und diese für die landwirtschaftliche Anwendung verbessert. Die Zusammenarbeit von John Deere mit Starlink konzentriert sich auf die Bereitstellung von Hochgeschwindigkeits-Internet für landwirtschaftliche Geräte in abgelegenen Gebieten. Das Potenzial des fortschrittlichen Satelliteninternets von Starlink, das von einer Flotte von fast 5.300 Satelliten unterstützt wird, ist von entscheidender Bedeutung für die Ausweitung der digitalen Möglichkeiten in Regionen, die bisher durch schlechte Konnektivität eingeschränkt sind. Das schafft Potenzial für die fortschreitende Entwicklung der Präzisionslandwirtschaft, mit positiven Effekten für Betriebe und Umwelt. Dazu gehörten die verbesserte Nutzung von Wasser und Düngemittel, eine Steigerung der Ernteerträge und die Verringerung notwendiger Arbeitszeit für Landwirte.
 
Die Kooperation mit Starlink bedeutet also insgesamt eine Stärkung der Führungsrolle von Deere bei der Entwicklung der Landwirtschaft der Zukunft und damit auch der Schaffung nachhaltiger Lebensmittelsysteme.
Rahul Bhushan ist Global Head of Index von ARK Invest Europe, vormals RizeETF. Bevor Bhushan Rize ETF mitgründete, war er bei Legal&General Investment Management in London als Senior Product Spezialist für die Entwicklung neuer, vor allem thematischer und nachhaltiger Anlagestrategien tätig. Bhushan startete seine Karriere beim internationalen Finanzdienstleister Nomura. 2016 stieg er beim ETP-Anbieter ETF Securities ein. Als Director und ETF-Produktspezialist war er dort mitverantwortlich für den Aufbau und die Verwaltung der Canvas-ETF-Platform, die der US Vermögensverwalter Legal&General Investment Management im März 2018 von ETF Securities für 3,5 Milliarden Euro erwarb. Bhushan absolvierte sein Masterstudium im Bereich Finanzen an der renommierten IE Business School in Madrid. Zuvor studierte er Internationales Management und Französisch an der Universität von Bath, Großbritannien.
Warnung vor dem Kapitalrisiko
Eine Investition in Fonds ist mit Risiken verbunden, darunter Illiquidität, fehlende Dividenden, Investitionsverlust und Verwässerung, und sollte nur als Teil eines diversifizierten Portfolios erfolgen. Die Fonds können in einer oder mehreren europäischen Rechtsordnungen registriert oder anderweitig zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sein. Anleger sollten die Bedingungen für die Anlage in einen Fonds (oder eine Anteilsklasse) weiterhin sorgfältig prüfen und professionelle Anlageberatung einholen, bevor sie eine Entscheidung zur Anlage in einen solchen Fonds (oder eine Anteilsklasse) treffen.

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